Die Vermarktung des Skatoon Syndikates

In den Jahren, in denen das Skatoon Syndikat bestand, waren die Vermarktungsmöglichkeiten für Bands, die nicht zum Mainstream gehörten im Vergleich zu heute natürlich stark eingeschränkt. Der Verkauf von Schallplatten, CD’s, T-Shirts und Postern bei Konzerten und Festivals waren natürlich auch damals schon normal, aber damit endeten die Vermarktungsmöglichkeiten auch schon. Auftritte wurden fast ausschließlich durch Bekannte vermittelt, Pressearbeit fand kaum statt und um alles andere kümmerte sich die Band selbst. Im Internet hat die Band immerhin damals schon einen kleinen Webshop betrieben. Kostenpflichtige Downloads, Live-Streams von Konzerten und sowas gab es natürlich nicht. Bis heute findet man auf einigen Webseiten hingegen ein paar Songs des Skatoon Syndikates zum kostenlosen Download. Auf der Webseite des Skatoon Syndikates gab es außerdem eine sehr kurze Presseinfo, das Bandlogo und einen Stage Plan zum Download.

Der Internetshop des Skatoon Syndikates

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Unter der klar formulierten Rubrik “Kaufen” betrieb das Skatoon Syndikat ihren eigenen kleinen Webshop. Technisch wurde es durch ein einfaches E-Mailformular, die Angabe der Bankverbindung eines Bandmitgliedes und dem Hinweis, das die Ware erst nach Eingang der Zahlung verschickt wird, gelöst. Das Angebot bestand natürlich in erster Linie aus den CD’s, Platten und Singles der Band. Aber auch klassischen Fanartikel der 1990er Jahre waren dort zu haben: einen Button mit Bandlogo, der “Skatoon Syndikat” Aufkleber, ein Button mit Ostberlinwappen und natürlich die absoluten Fan-Klassiker T-Shirt, Polohemd und Longsleeve mit dem Logo des Skatoon Syndikates. Selbstverständlich ist das alles heute eigentlich keiner Erwähnung wert, da heute ein solcher Webshop mit Wunschdesign, allen Zahlungsmöglichkeiten und vielen Extras innerhalb von Minuten zusammengeklickt ist. Mit ihrem kleinen Webshop, der bereits gegen Ende der 1990er Jahre online ging war das Skatoon Syndikates hier aber wirklich seiner Zeit voraus.

Agenten, Promoter & Vermittler

Das Skatoon Syndikat war ganz dem Geist des Punks verpflichtet und hat auf alle Arten von Helfern, die gegen Provision Aufträge vermitteln konsequent verzichtet. Szene-Kenner, Freunde und Bekannte haben die meisten Auftritte vermittelt, wobei alle Kontakte immer direkt über einzelne Bandmitglieder gelaufen sind, deren Telefonnummer sogar auf der Homepage des Syndikates veröffentlicht war. Auch hier galt also das Motto: … stay rude, stay rebel, stay sharp!!!

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